Erice – Marzala – Scala dei Turchi – Agrigento

Früh morgens starten wir zum Mola, der uns einen Ausblick auf die nahe gelegenen Mittelalterstadt Erice bietet. Dorthin  fahren wir die kurvige Straße hoch und fühlen uns wie daheim… von den Kurven her ?. Ein paar Hunde jagen uns nach und wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht erwischen – normalerweise machen die das nur bei Fahrrädern und Mofas – also aufgepasst in Südländern!

Erice ist ganz süß mit den engen Gassen und ein paar Läden. Eine Pasticcheria bietet verlockendes Weihnachtsgebäck an, aber es ist zu früh am morgen. Von oben gibt’s natürlich einen traumhaften Ausblick – im Sommer auf jeden Fall zu empfehlen.

Über die Autobahn (übrigens haben wir hier in Sizilien noch nie Maut zahlen müssen!) gelangen wir nach Marzala, wo wir nur kurz Mittagessen. Das Highlight ist diesmal keine Kirche, sondern ein Leichenwagen-Maserati!!! So nobel fährt man hier betuchte Menschen zur letzten Ruhestatt! Wir haben ihm noch im letzten Moment erwischt…

Die Tempel von Selinunte (eine total berühmte Ausgrabungsstätte…) lassen wir sausen – sehen aber einen davon von der Ferne. Wir haben in der Zwischenzeit einfach ja, ein bißchen genug „alte Steine“ gesehen …

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Ein weiteres Naturhighlight wartet kurz vor Agrigento – die Scala dei Turchi. Der monumentale Felsen hebt sich leuchtend weiß (wenn die Sonne scheint) aus dem Meer in stufenartiger Weise. Wir genießen die viertelstündliche Wanderung am Strand entlang. Ich hau mir „Michael Bublé“ rein und genieße diesen sagenhaften Moment mit Blick auf’s Meer und auf den heute hellgrau erscheinenden Felsen. Schaut echt toll aus – ein paar Asiaten haben sogar hier Hochzeitsfotos gemacht mit der Braut im Brautkleid – extra im Koffer den Strand entlang geschleppt… ob die auch einen Blog haben ???

Abends gucken wir noch bei Agrigento vorbei – es ist unglaublich – eine Hochhausstadt auf dem Berg oben drauf – sowas hab ich noch nie gesehen. Offensichtlich hatten die mal soviel Wohnungsnot, dass sie ein Hochhaus neben dem anderen hingeknallt haben und dabei die Tiefgaragen vergessen haben??? Wir schlängeln uns durch die engen Gassen bis wir dann ein echt kriminelles Parkhaus finden, wo eigentlich alles im Jahre 1980 stehen geblieben ist – und seit dem auch kaum mehr die Lampen ausgewechselt wurden. Alleine hätte ich mich da echt gefürchtet! Die Altstadt selbst ist auch ziemlich groß und wir sehen eigentlich nur die Einkaufsmeile. Hauptsächlich wird aber Agrigento mit dem Valle dei Templi in Verbindung gebracht. Diese Tempel kann man gratis anschauen und wir sehen auch drei davon in der Nacht – allerdings vom Auto aus. Wir haben jetzt echt keine Lust mehr zu latschen…. heimwärts geht unsere kleine Rundreise zu Ende.