Fahrrad Runde 2 – Richtung Testa dell’acqua

Von unserer Terrasse aus sieht man hinüber zum Friedhof. Zeit mal den Weg dorthin zu finden. Wir leihen uns die Räder aus und sind in 5 Minuten vor Ort. Der Friedhof ist riesig und ganz anders als bei uns. Wichtige Familien haben hier eigene kleine Grabkapellen (Minimausoleum?) in denen die Särge verwahrt werden. Ich vermute, dass diese nur sehr schlecht verrotten, da sie nicht in der Erde sind..??? Auf jeden Fall schaut es aus wie eine Toten-Stadt, nicht wie ein Friedhof. Überall lächeln uns die Verstorbenen Menschen auf vergilbten Fotos entgegen und da gerade Allerheiligen war ist auch noch reichlich Blumenschmuck vorhanden. Es gibt auch einen „Acker“ für Arme, so wie wir es interpretieren. Ein schmuckloser Grabstein mit einer Nummer!!! ohne Namen wird direkt in die Erde gesteckt und davor liegt der Sarghügel. So gibt es selbst im Tod noch einen Unterschied zwischen Reich und Arm. Den Toten selbst ist das glaub ich ziemlich wurscht, da sie ihr Werk beendet haben.

Weiter geht’s mit dem Rad eine Straße entlang, die wir bis jetzt noch nicht gefahren sind – Richtung Testa dell’acqua – was wohl soviel heißt wie Wasserkopf. Wir schrauben uns immer weiter in die Höhe und genießen die Aussicht bis ans Meer. Da die Akkus nicht so lange halten kehren wir bald wieder um und filmen zuvor noch ein paar Esel, weil die so knuffig sind! ?

Abends gehen wir ins „Angeli“ und treffen Angela, Fiorella und einige ihrer Freunde. Wir gesellen uns dazu und haben viel Spaß zusammen, so dass wir erst gegen Mitternacht heimkommen.