Vico Equense

Antonio sagt noch „heute wird es regnen“ und 10 min. nach der Losfahrt ist es auch so. Unter einer laaangen Autobahnüberführung parken wir und ziehen unsere Regensachen an. In so einer Gegend wird normalerweise der Mörder aktiv – zumindest der Entführer und schon kommen sie. Ein Auto nach dem anderen parkt ganz in der Nähe – wir in Unterhose und am kramen beäugen die Neuankömmlinge genauso kritisch, wie sie uns. Es werden immer mehr. Ich glaub, wir kaufen doch noch Pfefferspray, wenn wir das überleben. Am Schluss sind es 5 Autos – und sie kaufen beim Gemüsehändler den frischen Spinat, der genau daneben angebaut wird. Ufz. Wieder mal Glück gehabt! ?

Jetzt kommt das echte Italien. Hier ist es teilweise so „wüascht“ und so urtümlich wie man es sich vorstellt. Dazu mischt sich der Geruch von frischer Wäsche – also Seife mit noch was – und das mag ich so. Es ist eine richtige Gaudi hier zu fahren – durch Hochhäuser, Einkaufsstraßen, vorbei an Schulen im Stau auf Pflasterstraßen kilometerlang. Es hat aufgehört zu Regnen und unsere Airbnb – Anfrage hat sich immer noch nicht gemeldet. Am Vesuv und an Pompei vorbei geht’s Richtung Amalfi-Halbinsel – und schon zeigt sich wieder die Sonne. Um 14 Uhr buchen wir ein Hotel in das wir 15 Min. später einziehen. Das letzte Zimmer. Blick: Wandschacht. Kostenpunkt: 103,00 EUR. Tja. Aber wir müssen ja nicht im Zimmer hocken sondern gehen auf die Terrasse und inhalieren bis in die Nacht hinein den atemberaubenden Ausblick auf Neapel, den Vesuv und Pompei. Okay. Das war das Geld allemal wert!