Zugegeben, wir sind öfters mal so richtig faul! Es macht so Spaß auszuschlafen, aufzuwachen (um 5:23 Uhr klingelt der lästige Wecker vom Nachbarn so laut, dass man danach weiter schlafen muss!) um dann erst mal gemütlich zu frühstücken. Die Sonne kommt dann auch schon von Osten, so dass wir am Balkon den Morgen genießen können. Natürlich teilen wir unser Dasein mit unseren Nachbarn … hier mal ein paar Bilder von unserem „Traumblick“… aber, die Wohnung ist wirklich ideal für uns. Ein kleines gemütliches Liebesnest ?.
Inzwischen sind die Römer zurück! Klingt komisch ist aber wahr. Es haben wesentlich mehr Läden offen, so dass die hässlichen, mit Graffiti verschmierten Garagentore kaum mehr sichtbar sind. Die Gegend schaut viel freundlicher aus und auch beim Verkehr merkt man es. Inzwischen hat sich die Auto-Zahl sicher verdoppelt. Wir halten im Chaos mit – trotz ausländischem Kennzeichen. Bei jeder Ampel wird beinhart bis nach ganz vorne gefahren. Direkt vor (oder auf) den Zebrastreifen (sogar vor die Polizei), oder wir schlängeln und uns durch um dann gemütlich von der Pole-Position einen Schnellstart hinzulegen, wo ich mit meiner Emma-Bianca-Kymco leicht jeden Italiener versäge ? übrigens auch Jürgen – die Vespa ist einfach schwerer und kommt nicht so schnell weg wie ich *hahahahaha*. Die schauen dann blöd. Aber an der dritten Ampel haben sie es geschnallt und akzeptieren uns als gleichwertig, d.h. sie warten ein ganz kleines Stückchen hinter mir und nicht mehr vor mir *hahaha* find ich cool!!!
Wir sind fast jeden Tag unterwegs. Inzwischen kann ich sogar ohne Navi durch Rom zu einem bestimmten Ziel fahren, weil ich die Hauptrouten schon recht gut kenne. Einige Straßen sind gepflastert, so dass wir die Schüttelstraßen (riesige Löcher und Bodenwellen!!) langsamer durchqueren als die Einheimischen. Ich verstehe schon, dass die Römer das nicht reparieren. Das ist ein Fass ohne Boden! Soviel Geld haben die nicht!!! Wir entdecken also jeden Tag neue Gefilde. Ganz besonders beeindruckend war es die Alten Straßen zu fahren – die Appia Antica (nach Süden weg) und die Appia Aurelia – die Küstenstraße nach Norden weg. Ein Riesiger Torbogen kommt dann einfach irgendwann und du fährst da hindurch und hast das Gefühl, die alten Römer in ihren Rüstungen stampfen zu hören, wie sie im Marschschritt in irgendeinen Krieg ziehen oder die störrischen Gallier zurechtweisen müssen – schon echt cool.

Rom hat echt ein Müllproblem. Die Menschen haben kein Bewusstsein dafür, dass sie selbst ihre Stadt verschmutzen. Wir konnten mehrmals beobachten, wie Einheimische z.B. einfach eine leere Keksschachtel aus dem Fenster hauen – mitten in der Stadt. Sogar dieses abgebrannte Autowrack liegt in einem Touristenbezirk rum! In den Außenbezirken liegt kilometerlang Dreck rum, manchmal ganze Müllberge. Dabei sehen wir ständig kleine Müllwägen. Je länger man allerdings hier ist, desto weniger sieht man den Dreck. Man konzentriert sich auf andere Sachen.

Nebenan haben wir einen kleinen Mercato entdeckt, bei dem man von der Zahnpasta bis zum frischen Gemüse alles kriegen kann was man für den Alltag braucht, sogar Mandelmilch gibt’s!
Fazit: Rom gefällt uns mit jedem Tag besser. Coole Stadt und inzwischen wieder mehr italienisches Flair, eben weil die Römer zurück sind ?.





