Anstatt mit dem Wohnmobil weiter zu fahren zum Cape Tribulation, entscheiden wir uns für eine Safari mit einem Landcruiser. Morgens holt uns Nicholas ab und wir genießen den puren Luxus. Außer uns hat heute niemand den Trip gebucht, also werden wir VIP mäßig verwöhnt. Das fahren im Auto ist voll cool und chillig und leise und smooth… der 4WD fährt fast unmerklich bewegt über diverse Hügel drüber. Wir sind begeistert nach 5 Wochen Womo wären wir das evt. auch in einem Fiat Punto gewesen. Wir setzten mit der Fähre über den Daintree River, danach steht zuerst ein Walkabout an. Wir hoffen den raren Cassowary zu sehen, ca. 88 gibt es in diesem riiiesigen Nationalpark. Nicholas zeigt uns die Pflanzen- und Tierwelt des Daintree Rainforrest, ein Weltnaturerbe und sein Wissen ist beeindruckend.
In Cape Tribulation Strand sind wir zwei am nördlichsten Punkt unserer Australienreise angekommen. Yeah, wir habens geschafft! Der Sandstrand ist beeindruckend schön, aber wieder mal nix zum baden. Ein Lizard schaut uns beim frühstücken zu und wir brechen auf zu einem wenig besuchten Süßwasserpool. Lässg ist es hier, wunderbar klares frisches Wasser rinnt gemächlich dem Meer entgegen. Zur Erfrischung gibt’s anschließend ein leckeres Eis von regionalem Anbau, das von der Farm aus, wo die Früchte angebaut werden an die Besucher ausgegeben wird.
Unser Chauffeur entdeckt tatsächlich noch einen wildlebenden Cassowary. Dieser Urvogel kann nicht fliegen und hat eine messerscharfe 10 cm lange Kralle unter dem Mittelzeh, mit dem er einen Menschen beim Brustkorb in sekundenschnelle aufschlitzen kann indem er 1 m in die Höhe hüpft und nach vorn schnellt. Also Velociraptormäßig.. wir dürfen deshalb nicht aussteigen. Aber das macht nichts. Das stark gefährdete Tier ist so arrogant, dass er sich von uns nicht stören läßt, gemütlich die Straße überquert und dann wunderbar posiert, weil er Früchte zum Fressen gefunden hat.
Daintree Safari – wilder Cassowary
Wir genießen dann ein gutes Mittagessen, auch wieder alleine, und ich frage den Eigentümer, ob er uns denn die 12 tropischen Fruchtstückchen erklärt, die aufgeschnitten lecker auf unserem Teller plaziert sind. Zu meiner Überraschung kommt er nach dem Essen mit denselben Mustern an und erklärt uns ausführlich 15 Minuten lang die diversen Früchte… das ist voll interessant und wir sind schwer beeindruckt, das uns so viel Aufmerksamkeit gewidmet wird. Weiter geht es und wir sehen ein Wildschwein, einen jungen Eber. Ob der uns Glück bringt?
Als wir zur Bootsrundfahrt kommen stellen wir wieder fest, dass ein 30 Personenboot nun nur uns zwei reserviert ist! Also, so fühlt es sich an, wichtig zu sein 😉 Adam ist ein Original und kennt seine Crocs. Allerlei wissenswertes erzählt er uns und wir machen sogar noch einen seltenen Eisvogel, den Little King Fisher, zwei 8 Wochen alte Babycrocodile und eine grünbauchige Baumschlange ausfindig. Also MEGA! Was sind wir Glückspilze! Die Krokodile beeindrucken uns natürlich schwer, Deshalb sind wir vom Bonus restlos beeindruckt: wir dürfen einen 2 jährigen halten! 32 Grad Körpertemperatur ist das wichtigste für die Reptilien. Wichtiger sogar als Fressen und der kleine Kerl fühlt sich seidig weich kühl an. Ich kann seine Schluckbewegung oder Gurgel spüren und sehe haarscharf seine Konturen, gaaaaaanz nah. Will ihm fast ein Bussi aufdrücken, aber das geht dann wohl doch zu weit, er würde mich gnadenlos fressen, wenn er größer wäre und kein Klebeband ums Maul hätte.
Daintree Nationalpark Kosmetikvorführung
Was für ein super Safari Tag, hat sich voll gelohnt!














































































